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Verdauungsprobleme beim Sport – woran kann es liegen?

Verdauungsprobleme beim Sport – woran kann es liegen? - MYLAUF
Laufen kann Verdauungsprobleme befördern. (Foto: tookapic/Pixabay)

Wer viel Sport treibt, beeinflusst dabei stark seinen Kreislauf. Die Folge davon ist, dass der Verdauungstrakt weniger Blut hat. Denn das wird im übrigen Körper benötigt. Von solchen gastrointestinalen Symptomen berichten 50 bis 80 Prozent aller Marathonläufer. Allerdings hängen diese Verdauungsprobleme von der Intensität des sportlichen Geschehens ab – und der eingenommenen Nahrung.

Probleme mit der Verdauung beim Sport

Ein leichtes bis mittleres Lauftraining kann für den Magen-Darm-Trakt sinnvoll sein. Das Risiko, an Verstopfung oder gar Darmkrebs zu erkranken, nimmt dadurch deutlich ab. Wird aber intensiv Sport betrieben, kann es zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen kommen. Wird sehr exzessiv trainiert, können in Einzelfällen sogar Magen-Darm-Blutungen auftreten. Bei 85 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit, können starke Probleme im Magen-Darm-Trakt dafür sorgen, dass ein Wettkampf schon einmal abgebrochen werden muss.

Durch die intensiven Belastungen, kann die Darmperistaltik eingeschränkt werden. Das wiederum kann dann zu einem Stau der Nahrung führen. Zudem können Krämpfe und Schmerzen dazukommen. Kommt es zur Ausschüttung von sogenannten Verdauungs-Sekreten in den Darm hinein, können sich ein Unwohlsein und ebenfalls Schmerzen entwickeln.

Lebensmittel abstimmen

Kommt es zu den vorgenannten Symptomen, kann es sinnvoll sein, seine Mahlzeiten zu dokumentieren und dadurch festhalten, was man verträgt und was nicht. Wichtig dabei ist, dass bereits Stunden vor Trainingsbeginn ein wenig Wasser mit etwas Salz getrunken wird. Gut geeignet ist dazu natriumhaltiges Mineralwasser, eventuell mit wenig oder ohne Kohlensäure.

Wer in einen Wettkampf, seine Joggingrunden startet oder ein Training beginnt, sollte gut hydriert sein. Das sind auf jeden Fall die allerbesten Voraussetzungen für den Darm. Experten empfehlen, vor dem Sport etwa 350 Milliliter Flüssigkeit zu trinken, wie es in einem entsprechenden Artikel von Spektrum.de heißt.

Eingeschränkte Durchblutung

Eine andere Erklärung für Verdauungsprobleme beim Sport ist auf eine Reduzierung der Durchblutung des Verdauungstraktes zurückzuführen. Die entsteht bei körperlicher Anstrengung. Dabei werden etwa 80 Prozent des Blutes, das ansonsten in den Darm fließt, zur Kühlung von Muskeln und Haut herangezogen. Man geht davon aus, dass der Blutverlust zu Durchfall und Krämpfen führen kann.

Was tun bei Durchfall und Krämpfen beim Sport?

Kommt es während der sportlichen Aktivitäten zu Durchfall, kann eine ballaststoffarme Ernährung von Nutzen sein. Man sollte diese etwa 24 Stunden vor der Aktivität zu sich nehmen. Allerdings hat diese Ernährung wenig Kohlehydrate, dafür aber viel Proteine. Das könnte sich als störend erweisen, wenn eine höhere Zufuhr von Kohlehydraten beim Sport gewünscht ist. So kann es zu einem Leistungsabfall kommen. Um das zu verhindern, kann ein hochkonzentrierter Sportdrink mit Kohlehydrate sinnvoll sein.

Auch eine regelmäßige Darmentleerung verhindert, dass Sport mit gefülltem Darm betrieben wird. Wer hierbei Schwierigkeiten mit der Routine hat, der sollte eventuell beizeiten vor dem Laufen eine warme Flüssigkeit trinken. Ebenso hilfreich kann aber auch eine leichte Mahlzeit sein. Es entsteht dadurch ein gastrokolischer Reflex, wobei der Dickdarm zu Entleerung angeregt wird.