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Corona-Krise: Kann man sich beim Joggen infizieren?

Corona-Krise: Kann man sich beim Joggen infizieren? - MYLAUF
Joggen im Freien ja, aber mit Abstand. (Foto: iwal_172619/Pixabay)

Mittlerweile raten die meisten Experten dazu, sich trotz Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen an der frischen Luft zu bewegen. Es ist also gar nicht unbedingt notwendig – wiewohl äußerst beachtlich –, Marathons auf dem Balkon oder in der eigenen Küche zu laufen. Aber kann sich bei der täglichen Jogging-Runde mit dem Coronavirus infizieren?

Ansteckungsgefahr beim Joggen

Die klare Antwort darauf ist: "Ja, aber". Das derzeit in weiten Teilen der Welt wütende Coronavirus Sars-CoV-2 bleibt laut neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in sogenannten Aerosolen, also schwebenden Minipartikeln, bis zu drei Stunden ansteckend. Dadurch ist es theoretisch möglich, dass ein mit dem Coronavirus infizierter Jogger dieses ausatmet und ein anderer es wieder einatmet. Möglich ist auch, dass die Partikel auf der Kleidung landen und man sich das Virus dann etwa von der Hand ins Gesicht wischt und so ansteckt.

Aber: Virologen weisen daraufhin, dass die Überlebensfähigkeit des Virus' im Freien deutlich beschränkt wird. So sinkt es etwa schnell zu Boden und die Virusmenge, die von einem Infizierten ausgeatmet wird, kann schnell verdünnt werden, zum Beispiel durch Wind, wie Zeit Online schreibt.

Mindestabstand einhalten

Wichtig ist es, auch bei der täglichen Jogging-Runde auf den Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern zu achten. Nicht zielführend ist das Jogging mit – nicht im selben Haushalt lebenden – Laufpartnern. Zudem könnten auch über Nase und Mund gezogene Schals und Tücher (oder sogenannte Buffs) die Infektionsgefahr etwas minimieren. Zumindest könnten sie andere schützen, wenn man selbst infektiös ist, aber noch keine Symptome entwickelt hat.

Eines ist zumindest klar: Während in Ländern wie Spanien oder Italien auch Individualsport im Freien weitgehend untersagt ist, bleiben sportliche Aktivitäten erlaubt – wenn man sich an bestimmte Regeln hält. Ärzte meinen, dass eine durch Sport gestählte robuste Abwehr bessere Chancen auf einen milden Verlauf der Krankheit Covid-19 ermöglicht. Auch der mentale Faktor ist nicht zu unterschätzen. Also: Laufen ja, aber an Abstand und Mundschutz denken.

Ebenfalls interessant: So läuft es in der Corona-Krise: Was du jetzt beim Joggen beachten solltest

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