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Japanischer Fitnesstrend Okklusionstraining erobert Deutschland

Japanischer Fitnesstrend Okklusionstraining erobert Deutschland - MYLAUF
(Foto: Pixabay)

Schnelles Muskelwachstum bei geringem Kraftaufwand – das verspricht das sogenannte Okklusionstraining. Der japanische Fitnesstrend hält auch in deutschen Trainingsplänen immer stärker Einzug. Die auch als Blood-Flow-Restriction-Training bekannte Methode sorgt auch bei Ausdauersportarten wie Laufen und Radfahren für mehr Muckis. Wir sagen euch, wie das Okklusionstraining funktioniert und worauf ihr dabei besonders achten müsst.

Angesichts des Versprechens, schneller Muskelzuwachs zu generieren und sich dabei weniger anstrengen zu müssen, ist es kein Wunder, dass das Okklusionstraining Fitnesscenter und Sportplätze in den vergangenen Monaten im Fluge erobert hat. Das Prinzip der japanischen Trend-Trainingsmethode ist dabei recht einfach: Mithilfe von speziellen Bändern oder Bandagen wird die Blutzufuhr zu den Muskeln gezielt verringert. Dadurch wird ein besonders intensives Training vorgetäuscht, wie GMX.at berichtet.

Okklusionstraining: Leichte Gewichte, starke Erfolge

Dabei verwendet man beim Okklusionstraining eigentlich nur vergleichsweise leichte Gewichte. Experten zufolge ist es so möglich, mit 20 bis 30 Prozent der Maximalkraft ähnliche Ergebniss zu erzielen wie bei einem normalen Krafttraining mit einer Intensität von 70 bis 80 Prozent. Davon profitieren nicht nur Fitnessfans in der Muckibude, sondern auch Läufer und Radfahrer. Außerdem setzen Mediziner die Trainingsmethode zu Therapiezwecken ein, etwa nach einer Verletzung.

Entwickelt hat das Okklusionstraining schon in den 1970er-Jahren der japanische Mediziner Yoshiaki Sato. Der ließ sich die Trainingsmethode für den schnellen Muskelaufbau unter dem Namen Kaatsu 1973 patentieren. Und das steckt dahinter: Weil durch das Abbinden weniger Luft in die Muskeln fließt, schwellen diese während des Trainings sichtbar an. Nebeneffekt: Es wird Laktat in einer höheren Dosis gebildet. Mit der Folge, dass es bei konsequentem Training zu einem starken Muskelwachstum in kurzer Zeit kommt.

Beschleunigte Regenerationszeit und geschonte Gelenke

Dafür verantwortlich sind laut GMX.at auch die Wachstumshormone, die während des Okklusionstrainings in höherer Zahl ausgeschüttet werden. Insbesondere die weißen Muskelfasern wachsen dabei schneller – die wachsen bei normalem Training eigentlich nur unter Extrembelastung. Interessant, gerade für Läufer, ist, dass auch die Regenerationszeit beschleunigt wird. Und: Die Gelenke werden geschont.

Wichtig ist aber, dass die Bandagen richtig angebracht werden und etwa die Blutzufuhr nicht komplett abgeschnitten wird. Das Training sollte nicht länger als eine Stunde dauern. Wer sich nicht sicher ist, ob diese Art des Trainings geeignet ist, sollte unbedingt Arzt oder Sportmediziner um Rat fragen. Bei Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System sollte man auf Okklusionstraining verzichten. Auch bei offenen Wunden oder in der Schwangerschaft heißt es: No!

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