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Benefizlauf in der Küche – 70 Kilometer in 13 Stunden

Benefizlauf in der Küche – 70 Kilometer in 13 Stunden - MYLAUF
Rainer Predl lief 70 km um den Küchentisch. (Foto: Facebook/Predl)

Weil der österreichische Ultraläufer Rainer Predl den Sechs-Stunden-Lauf in Lassee aufgrund der Corona-Krise nicht laufen konnte, verlegte er ihn kurzerhand in die Küche des eigenen Hauses. Bei dem Benefizlauf geht es normalerweise um Spenden für einen Ort, an dem man sich um todkranke Kinder kümmert. Dank Facebook und jeder Menge enthusiastischer Läufer kamen die Spenden trotzdem zusammen.

Einmal im Jahr machen sich Ultraläufer im österreichischen Lassee zu einem sechsstündigen Benefizlauf auf, bei dem Spenden für den Sterntalerhof in Loipersdorf Kitzladen gesammelt werden. Dort kümmert man sich um todkranke Kinder, wie heldendeslaufsports.at berichtet. In diesem Jahr musste der Lauf – wie so viele Lauf-Veranstaltungen – wegen der Corona-Krise ausfallen.

70 Kilometer – längster Küchenlauf

Der österreichische Ultraläufer Rainer Predl, Sieger des Sahara-Marathons und mehrfacher Weltrekordhalter, verlegte das Rennen kurzerhand in die eigene Küche. Zudem rief er andere Teilnehmer dazu auf, es ihm gleichzutun. Organisiert in einer Facebook-Gruppe haben viele weitere Läufer dutzende Kilometer in Haus und Garten absolviert.

Predl übertrug seinen Lauf bei Facebook – er schaffte bei dem Lauf um seinen Küchentisch (eine Strecke von 6,35 Meter) 70 Kilometer in knapp 13 Stunden. Das ist zugleich der längste Lauf um einen Küchentisch, was Predl natürlich jede Menge Aufmerksamkeit in den Medien brachte. Während des Laufes habe er sich mehrfach übergeben müssen, erklärte der Ultraläufer nach dem Rennen. Entsprechend wenig gegessen hat Predl eigenen Angaben zufolge. Und: So eine Idee wolle er nicht mehr haben.

Spenden für das Kinder-Hospiz

Am besten an der ganzen Sache ist natürlich, dass die Spenden für das Kinder-Hospiz trotz der Laufabsage zusammengekommen sind. Viele der knapp 400 in der Facebook-Gruppe versammelten Läufer schafften in dem auf sechs Stunden ausgelegten Lauf, der auch in mehreren Etappen absolviert werden konnte, jeweils rund 30 bis 60 Kilometer. 1 Euro pro Kilometer wurde gespendet.

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