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Dieser 25-Jährige pulverisiert in seinem zweiten Marathon den deutschen Rekord von 2015

Dieser 25-Jährige pulverisiert in seinem zweiten Marathon den deutschen Rekord von 2015 - MYLAUF
Valencia-Marathon 2020 – Streckenrekord von Peres Jepchirchir. (Foto: Maratón Valencia)

Diesen Namen sollten sich Lauffans – so sie ihn nicht ohnehin schon kennen – merken: Amanal Petros. Erst seit rund zehn Jahren lebt der mittlerweile 25-Jährige in Deutschland. Der in Eritrea geborene Petros war mit seiner Familie zunächst nach Äthiopien geflüchtet, anschließend, 2012, vor dem dortigen Bürgerkrieg nach Deutschland. Weil er sich im Flüchtlingsheim in Bielefeld einsam fühlte und unter Langeweile litt, begann Petros zu laufen.

Das Lauftalent drehte täglich seine Runden, lernte über den Sport die deutsche Sprache und auch die Mentalität und Kultur der Deutschen kennen, wie Petros einmal sagte. Neben seinen sportlichen Voraussetzungen hatte er natürlich auch Glück, wurde gefördert, gewnn deutsche Meistertitel und den Titel bei den Europameisterschaften der Junioren, wie Spiegel Online schreibt. Mittlerweile ist er ein Star der deutschen Leichtathletikszene – im Jahr 2015 wurde Petros deutscher Staatsbürger.

Amanal Petros schon beim 1. Marathon spitze

Im selben Jahr hatte Arbe Gabius bei den Deutschen Marathonmeisterschaften, im Rahmen des Frankfurt-Marathon, mit 2:08:33 Stunden einen neuen deutschen Rekord im Marathon aufgestellt. Schneller war bis dahin nur Jörg Peter aus Dresden, der 1988 in Tokio die Marathonstrecke in 2:08:47 Stunden absolviert hatte. Amanal Petros, der schon bei seinem ersten offiziellen Marathon, 2019 in Valencia, in die Top-Ten der Ewigen deutschen Bestenliste im Marathonlauf der Männer aufgestiegen war, hat den Deutschen Rekord jetzt pulverisiert.

Nach 2:10:29 Stunden im Dezember 2019 brauchte Petros ein Jahr später an gleicher Stelle nur noch 2:07:18 – Deutscher Rekord. Von der Weltspitze ist Petros aber noch ein ganzes Stückchen entfernt. In Valencia reichte die deutsche Rekordzeit für Platz 16. An der Spitze blieben drei Kenianer und ein Äthiopier unter 2:04 Stunden. Der offizielle Weltrekord von Eliud Kipchoge beläuft sich auf 2:01:39 Stunden. Kipchoge lief den Marathon auch schon einmal in unter zwei Stunden.

Neuer Weltrekord im Halbmarathon

Auf der Halbmarathon-Distanz purzelte dagegen der Weltrekord gleich viermal. Die bisherige Bestzeit von 58:01 Minuten wurde in Valencia von den drei Kenianern Kibiwott Kandle, Rhonex Kipruto und Alexander Mutiso sowie Jacob Kiplimo aus Uganda unterboten – sie alle liefen einer 57er-Zeit. Schnellster und neuer Weltrekordhalter über die Halbmarathon-Strecke war Kibiwott Kandle in 57:32.

Bei den Frauen schaffte die Kenianerin Peres Jepchirchir auf der Marathon-Strecke in 2:17:16 Stunden einen neuen Streckenrekord. Sechs Läuferinnen blieben unter 2:20 Stunden, wie HDsports.at berichtet. Beste Deutsche war hier Deborah Schöneborn. Sie schaffte in 2:26:55 Stunden das Olympialimit – ebenso wie hre Zwillingsschwester Rabea Schöneborn (2:28:42 Stunden).

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