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Chinese läuft Ultra-Marathon in den eigenen vier Wänden

Chinese läuft Ultra-Marathon in den eigenen vier Wänden - MYLAUF
Ultramarathon auf 8-Meter-Strecke. (Screenshot: Youtube/Euronews/Shancu)

Normalerweise kennt man so etwas vor allem aus Berichten von Gefängnisinsassen – in China ist die Situation vor dem Hintergrund der Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Corona-Virus derzeit aber offenbar ähnlich. Ein 44-jähriger Chinese, der seine Wohnung nicht mehr verlassen darf, ist angeblich einen Ultramarathon in den eigenen vier Wänden gelaufen.

Ausgangssperre – für alle mit einem gewissen Bewegungsdrang dürfte sich eine solche Anordnung wie Gefängnis anfühlen. Offenbar geht es auch dem 44-jährigen Chinesen Pan Shancu so. Denn der Läufer aus Hangzhou hat eigenen Angaben zufolge einen Ultramarathon über eine Gesamtstrecke von 50 Kilometer in seinem Zimmer absolviert. Ein Video, das Shancu beim Laufen rund um zwei Tische zeigt, hat sich in chinesischen sozialen Medien rasant verbreitet.

Ultramarathon im Wohnzimmer

Shancu zufolge war eine solche Runde 8 Meter lang. Entsprechend soll der Chinese 6.250 Runden absolviert haben, wie The Guardian berichtet. Als Beweis dienen Screenshots seiner Running-App, die den 50-Kilometer-Lauf dokumentieren sollen. Gebraucht haben will Shancu demnach 4 Stunden, 48 Minuten und 44 Sekunden. Ob ein Tracker den Lauf allerdings auf  so einer geringen Fläche akkurat verfolgen kann, ist zumindest fraglich.

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Sei es drum. Wichtig für den 44-Jährigen, der in seiner Wohnung festsitzt, war ohnehin vor allem, sich endlich wieder einmal auspowern zu können. „Ich habe geschwitzt und geschwitzt, das fühlt sich großartig an“, teilte Shancu mit. Die Popularität des Videos in sozialen Medien zeigt auch, dass das Thema für die vom Corona-Virus und den Folgen von dessen Bekämpfung gebeutelten Chinesen derzeit sehr wichtig ist.

Ausgangssperre in Huangzhou

Am 5. Februar hatten die Behörden aufgrund des Virus, der von der WHO jetzt als Covid-19 bezeichnet wird, eine Ausgangssperre über die Stadt Huangzhou verhängt. Damit soll die weitere Ausbreitung verhindert oder zumindest erschwert werden. Zuvor waren schon die in Huangzhou geplanten Hallenmeisterschaften für Asien abgesagt worden. Auch zahlreiche Veranstaltungen und Läufe in China und anderen asiatischen Ländern finden derzeit nicht statt. Am Tokio-Marathon etwa nehmen nur rund 200 Profis teil.

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